15.03.2016, Jerusalem – Bethlehem

geilesBild

(Klobasawelpe) Unsere erste (zugegeben sehr kurze) Nacht in Israel ist vorbei. Erstmal auschecken und dann Frühstück. So der Plan.

In der Realität sieht das ganze ein bisschen anders aus: Auf der Suche nach einem Geldautomaten irren wir vor den Mauern Jerusalems umher. Bis wir endlich ausgecheckt haben und nach einigen Fotos von der Dachterrasse endlich beim Frühstück sitzen, ist es nach zwölf. Nennen wir es also lieber Mittagessen. Es ist also auch völlig legitim, sich Cola und Falafelsandwiches zu gönnen.

Danach geht es auf Erkundungsgang in die Altstadt von Jerusalem. Über den Markt zur Klagemauer. Dort spricht uns ein alter Mann an, der Geld will. Nein kein Bettler, sondern ein Sammler. Ein Sammler ausländischer Münzen. Eigentlich keine schlechte Idee, die hunderten Touristen, die Tag für Tag aus aller Herren Länder zur Klagemauer kommen, nach Geld zu fragen. Der Köter kann nur mit Centstücken herhalten. Ich bin da etwas kreativer und zaubere einige Münzen, die noch aus Albanien und Kroatien übrig sind, aus meinem Geldbeutel.

Nach einem kurzen Abstecher zum Felsendom, der von zwei bewaffneten Soldaten unterbrochen wird, geht es zum Damaskusgate. Dort essen wir zu Mittag. Das kann man ja nicht oft genug haben, finde ich. Außerdem schmecken Brot mit Zatar und Hummus so geil, dass man es überhaupt immer essen kann.

IMG_0155

Für die Reise nach Bethlehem wählen wir den Touristenbus. Er steuert Bethlehem über den Tunnel und Beit Jala an, sodass wir uns wenigstens am ersten Tag den schlimmen Checkpoint sparen.

Die Reise verläuft unkompliziert, obwohl der erste Blick auf die Mauer schon etwas Beklemmendes hat. Vor allem unter den dunklen Wolken, die jetzt aufziehen.

In Bethlehem ist niemand da, um uns zu begrüßen. Etwas peinlich berührt überlege ich, wie ich das mit der nicht vorhandenen Gastfreundschaft der Palästinenser erklären soll.

Zum Glück treffen wir ziemlich bald einen der Arbeiter, die ich noch von meinem letzten Besuch kenne und wir werden mit Tee versorgt. Nochmal Glück gehabt.

Irgendwann haben wir auch unser Zimmer im Guesthouse und schließlich sitzen wir im Auto, um in einem kleinen Restaurant Shawerma, Pommes und Hummus zu Abend zu essen. Aber wie hat das der Welpe vorhin so schön ausgedrückt? Hummus ist so geil, dass man es überhaupt immer essen kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Folgt uns
Instagram
Instagram did not return a 200.

Follow Me!