09.04.2016 Bethlehem, Jericho

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(Klobasawelpe) Nach dem gestrigen Gewaltmarsch heißt es für die Köter erstmal ausschlafen. Eigentlich wollten wir heute Jericho und das Tote Meer verbinden, aber der Köter ist immer noch gezeichnet vom Moskitoattentat und da ist die konzentrierte Salzbrühe im Toten Meer bestimmt keine gute Idee.

Außerdem gibt es abends noch ein Fußballspiel in Bethlehem und Sami kann uns erst ab halb zwei fahren. Also wird der Vormittag dem Chillen verschrieben. Erst um halb zwölf kommen die Köter aus dem Bett gekrochen. Wieder gibt es Omelett und den Rest des Zopfes und dann ist es schon fast Zeit loszufahren. Leider bleibt uns nicht mehr viel Zeit für Jericho. Das Spiel ist um 18 Uhr. Also gibt es den Rest der Sehenswürdigkeiten im Schnelldurchlauf.

  1. Herodion. Keine Zeit um hinzufahren. Der Welpe winkt aus dem Fenster. „Der vulkanartige Berg dahinten ist das Herodion.“ „Alles klar.“
  2. Jeroicho Cable Car und Mount of Temptation. Keine Zeit um hochzufahren. Also schauen wir uns das Kloster und das Cable Car von unten an.
  3. Tel As-Sultan. Jericho ist immerhin die älteste bewohnte Stadt der Welt, also muss es auch Ausgrabungen aus der Jungsteinzeit geben. Aber es bleibt keine Zeit reinzugehen. Außerdem fehlt den Kötern das nötige Kleingeld. Heute Abend soll schließlich noch gegessen werden. Und auch Fußball ist nicht billig.
  4. Herodes‘ Winterpalast. Hier fehlt leider die nötige Infrastruktur. Statt des Palastes finden wir Bananen und Auberginenplantagen. Auch nicht schlecht.
  5. Der Baum des Zachhäus wird schnell aus dem Fenster fotografiert.
  6. Das Jordantal mit der Taufstelle muss leider auf der Strecke bleiben, zugunsten des
  7. St. George Klosters. Hier gönnen wir uns etwas mehr Zeit. Die Köter steigen aus dem Auto und den Hügel hinauf zu einem Aussichtspunkt. Das Kloster kann man von hier jedoch nicht sehen. Dafür hat man einen wunderbaren Ausblick auf den Wadi Qelt. Hinter uns betet einer der Wanderer. Den Gebetsteppich auf dem steinigen Boden ausgebreitet und ein Kamel wartet auf einen Reiter.
    Um die Idylle richtig zu genießen, bleibt keine Zeit. Denn schließlich müssen wir weiter.

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Jericho im Schnellverfahren… Wenigstens können wir sagen, einmal in der ältesten bewohnten Stadt der Erde gewesen zu sein.

Sami bringt uns noch zum Al Khader Stadium und beim Fußball erholen sich die Köter von diesem anstrengenden Sightseeing-Programm.

Abends nach dem Spiel folgt noch ein letztes Highlight:

Es ist unser letzter Abend in Bethlehem. Morgen geht es über Jerusalem zurück nach Tel Aviv. Also wollen wir noch einmal Essen gehen. Chris und seine Freundin (ein ehemaliger Freiwilliger, der auch gerade zu Besuch ist), Sami und die Köter gehen ins Tent.

Das Tent ist ein Restaurant in Beit Sahour, das sowohl bei Touristengruppen als auch bei Einheimischen sehr beliebt ist. Es sieht aus wie ein riesiges Beduinenzelt und serviert echte traditionell arabisch-palästinensische Küche. Hier kann ich dem Köter endlich alles zeigen, was wir noch nicht probiert haben.

Schnell sind wir uns einig und bestellen für alle gemischte Vorspeisen und Grillteller.

Allein von den Vorspeisen könnte man satt werden. Aber das ist in arabischen Ländern ja immer so. Salat mit Zwiebeln, Gurken, Tomaten und Schafskäse, Hummus, frischgebackenes Brot und mindestens zehn verschiedene Cremes und Dips von Auberginencreme über Tomaten bis hin zu Chilli und Krautsalat ist alles vertreten. Zum Glück werden die Sachen nicht abgeräumt als der Hauptgang kommt. Also können wir die Hühnchen- und Lammspieße, die gebackenen Zwiebeln, Tomaten und Knoblauchzehen und das Brot mit den Resten der Vorspeisen kombinieren.

Am Ende sind alle satt und schläfrig und zurück im Haus of Hope fallen die Köter ziemlich schnell ins Bettchen. Aber morgen müssen wir ja auch früh aufstehen.

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